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Besondere Auszeichnung für das Leukämie- und Lymphomzentrum am Klinikum Bielefeld
Das Zentrum für Hämatologische Neoplasien am Klinikum Bielefeld ist erneut erfolgreich von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Damit erfüllt das Klinikum Bielefeld auch in diesem sehr speziellen Bereich der Krebstherapie die höchsten Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft.
Bei den hämatologischen Neoplasien handelt es sich um Tumorerkrankungen der blutbildenden Organe und des lymphatischen Systems. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören die akute und chronische Leukämie (Blutkrebs) sowie ein breites Spektrum unterschiedlicher Lymphome (Lymphdrüsenkrebs). Seit seiner Gründung im April 2025 hat das Zentrum am Klinikum Bielefeld bereits über 100 Primärfälle behandelt.
„Viele der Lymphomerkrankungen sind heute durch moderne Therapien beherrschbar, manche können auch komplett geheilt werden“, führt der Zentrumsleiter Dr. Kai Wegehenkel aus. „Das Besondere an diesen Erkrankungen ist, dass sie fast immer den gesamten Organismus betreffen und nicht auf ein Organ oder eine Körperregion beschränkt sind. Ein tiefes Verständnis der Zusammenhänge und eine daraus resultierende hohe fachliche medizinische Kompetenz sind für eine erfolgreiche Behandlung daher unabdingbar.“ Dass diese Voraussetzungen im Klinikum Bielefeld gegeben sind, wurde nun durch die Experten der Deutsche Krebsgesellschaft einmal mehr bestätigt.
Um die hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft zu überprüfen, müssen jährliche persönliche Evaluationen über 1-2 Tage durch anerkannte nationale und internationale Experten erfolgreich absolviert werden. Diese jährlichen Intervalle sind für das Team des Zentrums zwar eine Herausforderung, doch nach Überzeugung von Dr. Wegehenkel auch erforderlich, da sich die Therapien in diesem Fachbereich durch immer neue Forschungsergebnisse sehr schnell weiterentwickeln und nur so eine qualitativ hochwertige Behandlung der Patientinnen und Patienten gewährleistet wird. „Diese kontinuierliche externe Qualitätskontrolle motiviert uns fortwährend immer die modernsten Therapieformen anzuwenden und weiter zu entwickeln“, so der langjährige Facharzt für Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin und Intensivmedizin.
Die Auditoren der Krebsgesellschaft haben besonders die gute Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten am Zentrum betont und hervorgehoben, dass Patientinnen und Patienten sehr niederschwellig und mit nur kurzen Wartezeiten versorgt werden können. Auch die große Erfahrung mit allen Formen der Immuntherapie bis hin zur Stammzelltransplantation wird im Bericht besonders herausgestellt. In der Stammzelltransplantation konnte das Onkologische Zentrum in 2025 eine Steigerung der Fallzahlen um 50 Prozent feststellen und wird diesen Bereich im Jahr 2026 gemeinsam mit den Partner im UK OWL weiter ausbauen.
Wie in den anderen Bereichen des Onkologischen Zentrums am Klinikum Bielefeld haben sich verschiedene Fachabteilungen zusammengeschlossen, um eine individuelle und optimale Versorgung nach neuestem Wissenstand zu ermöglichen. „In unserem Onkologischen Zentrum arbeiten wir interdisziplinär sehr eng zusammen und können so auf ein großes multiprofessionelles Kompetenzspektrum bei nahezu allen Tumorerkrankungen zurückgreifen“ ergänzt PD Dr. Martin Görner, Leiter des Onkologischen Zentrums. „Angesichts der Vielzahl an Erkrankungen und der individuellen Ausprägungen kommen sehr unterschiedliche Therapieansätze in Betracht, die wir alle berücksichtigen, um dem Patienten eine für seine jeweilige Krankheits- und Lebenssituation passende Behandlung anbieten zu können“.
Zudem arbeiten in allen Zentren berufsübergreifende Teams aus Medizin und Pflege, der Psychoonkologie, der Seelsorge, der Palliativmedizin, der Ernährungsberatung, dem Sozialdienst und den Physiotherapeutinnen und Therapeuten zusammen, um die bestmögliche fachliche und psychosoziale Betreuung der Patientinnen und Patienten, aber auch der Angehörigen sicher zu stellen.