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Klinikum Bielefeld trauert um Dr. Johannes Kramer
Der ehemalige Geschäftsführer verstarb im Alter von 78 Jahren
Mit der Gründung der Städtischen Kliniken Bielefeld gem. GmbH aus den Standorten Bielefeld - Mitte und Bielefeld - Rosenhöhe übernahm Dr. Kramer am 1. Juni 1997 die Geschäftsführung, die er bis zu seinem Renteneintritt in 2012 innehatte. Zuvor war er als Sozial- und Krankenhausdezernent sowie Stadtdirektor der Stadt Bielefeld acht Jahre Vorsitzender der Betriebsleitung.
Im Nachruf des Klinikums Bielefeld zeigt sich Michael Ackermann, Geschäftsführer des Klinikums und direkter Nachfolger von Dr. Kramer, bewegt: „Wir gedenken in tiefer Trauer einer Persönlichkeit, die in seiner 15-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer die Entwicklung des Klinikums Bielefeld maßgeblich prägte. Die Betriebsleitung sowie alle Mitarbeitenden des Klinikums Bielefeld behalten Dr. Johannes Kramer als gutherzige, klare und visionäre Führungspersönlichkeit in bleibender Erinnerung. Er war immer den Menschen zugewandt und mit dem Klinikum Bielefeld auch nach seinem Ausscheiden tief verbunden.“
Entwicklung zum Klinikverbund mit drei Standorten
Die Eröffnung der Geriatrie am Klinikum Bielefeld - Rosenhöhe und die Ambulantisierung von Operationen mit der Gründung der StattKlinik am Campus Klinikum Bielefeld – Mitte lagen in den ersten Amtsjahren von Dr. Kramer und zeigten den Weg der stetigen Innovation und Weiterentwicklung. Auf die Feier des 100-jährigen Jubiläums in Bielefeld - Mitte im Jahr 1999 folgten herausfordernde wirtschaftliche Zeiten, die mit der Einführung des Krankenhausentgeltgesetz neue Strukturen brachten. Dr. Kramer intensivierte in dieser Zeit das Engagement für die Bildung junger Menschen, ein modernes Qualitätsmanagement sowie die Verzahnung von Medizin und Pflege.
Mit der Gründung des Wirbelsäulenzentrums am Standort Bielefeld - Rosenhöhe, digitalen Strukturen im damaligen „Patientenhotel“ sowie der Einrichtung einer Zentralsterilisation für moderne Krankenhaushygiene ging er Mitte der 2000er Jahre visionär voran. 2010 wurde das Klinikum Halle (Westf.) als dritter Standort aufgenommen und unter Dr. Kramers Führung erfolgte die Umbenennung des Konzerns in Klinikum Bielefeld gem. GmbH.
Große Investitionsprojekte an allen drei Standorten stärkten unter Dr. Kramers Leitung die medizinischen Entwicklungen und die moderne Patientenversorgung. Die Gründung und Zertifizierung von medizinischen Schwerpunktzentren sowie Ausrichtung als Selbsthilfefreundliches Klinikum sind damals ihrer Zeit voraus. Dr. Kramer stellte somit die Weichen für einen interdisziplinäre Patientenversorgung.
Dr. Kramer war von 2004 bis 2007 Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. und Mitinitiator der Dienstleistungs- und Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser. Sein persönliches Engagement für die Hilfe und Verständigung in Nahost prägten das Leben und Wirken von Dr. Johannes Kramer bis ins hohe Alter.
Foto: Dr. Kramer war von 1997 bis 2012 Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld. Nun verstarb er im Alter von 78 Jahren. (Bildquelle: Klinikum Bielefeld)
Klinikum Bielefeld und Universitätsklinikum OWL
Die Klinikum Bielefeld gem. GmbH umfasst die drei Krankenhäuser Klinikum Bielefeld Mitte, Klinikum Bielefeld Rosenhöhe und das Klinikum Halle (Westf.) sowie zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Als Haus in kommunaler Trägerschaft und Mitgliedshaus der Allianz kommunaler Großkrankenhäuser in Deutschland verantwortet das Klinikum Bielefeld die klinische Diagnostik, Therapie und Pflege.
Als Campus Klinikum Bielefeld ist das Krankenhaus Teil des Universitätsklinikums OWL. Ein besonderes Merkmal des humanmedizinischen Modellstudienganges an der Universität Bielefeld ist unter anderem der frühzeitige Praxisbezug, die Verzahnung von grundlagenwissenschaftlichen und klinischen Inhalten sowie die gezielte Stärkung der Allgemeinmedizin und hausärztlichen Versorgung.
Als Krankenhaus der Maximalversorgung bietet das Klinikum in mehr als 30 Fachkliniken sowie zahlreichen Abteilungen und interdisziplinären Einrichtungen patientenorientierte und moderne Hochleistungsmedizin. Darüber hinaus wird der Rettungshubschrauber Christoph 13 von den Notfallmedizinern des Klinikums besetzt.
„Unsere Kompetenz für Ihre Gesundheit“ steht im Mittelpunkt des Handelns von mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. An 365 Tagen pro Jahr und 24 Stunden am Tag werden im Klinikum rund 43.000 stationäre und 110.000 ambulante Patientinnen und Patienten behandelt (Jahr 2025). Insgesamt verfügt das Klinikum über 1.100 Betten.