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Spende der Marlies und Herbert Repkow Stiftung an das Onkologische Zentrum im Klinikum Bielefeld
Im Klinikum Bielefeld kommt Dank einer Spende der Repkow Stiftung ein hochwertiges Mikroskop zum Einsatz, mit dem Medizin-Studierende während der interdisziplinären Tumorkonferenzen Einblicke in die onkologische Diagnostik und Therapieplanung erhalten.
Das Onkologische Zentrum am Klinikum Bielefeld wurde nun erstmalig durch die Marlies und Herbert Repkow Stiftung aus Bielefeld gefördert, die die Anschaffung eines speziellen Mikroskops für den Einsatz während der interdisziplinären Tumorkonferenzen ermöglicht hat. Das Mikroskop steht im 2025 neu eröffneten Studierendenhaus EduLab am Klinikum Bielefeld - Mitte, in dem auch die Tumorkonferenzen des Klinikum Bielefeld stattfinden. Um interdisziplinäre und interprofessionelle Lehre und Zusammenarbeit zu fördern, werden Studierende im Praktischen Jahr dazu eingeladen, regelmäßig an den wöchentlichen Tumorkonferenzen am Klinikum Bielefeld teilzunehmen. Bisher fehlte im Gesamtkonzept jedoch ein Mikroskop mit Übertragungsmöglichkeit an den vorhandenen Beamer und an die per Videokonferenz zugeschalteten Ärztinnen und Ärzte anderer Klinikstandorte, um auch Bioproben direkt in der Tumorkonferenz zu zeigen und gemeinsam diskutieren zu können. Dieses konnte nun Dank der Spende durch die Marlies und Herbert Repkow Stiftung angeschafft werden.
Bei einem Besuch im Klinikum Bielefeld ließen sich Stiftungsgründer Herbert Repkow und Vorstandsvorsitzender Benedikt Weiling im Studierendenhaus EduLab zeigen, wie das Mikroskop Zeiss Axiolab 5 verwendet wird und welche Vorteile es bietet. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Görner, Chefarzt Klinik für Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin und Stammzelltherapie sowie Leiter des zertifizierten Onkologischen Zentrums erläuterte den Gästen der Stiftung zunächst, welchen wichtigen Stellenwert die genaue Diagnostik für die individuelle Therapie der Patientinnen und Patienten hat. „Über das Mikroskop sehen wir deutlich die durch Färbung kenntlich gemachten Krebszellen, die gezählt und nach DNA-Analyse zielgerichtet mit einer Chemotherapie bekämpft werden können. Die Pathologen können dies nun mit dem neuen Mikroskop auch den anderen Beteiligten der interdisziplinären Tumorkonferenzen zeigen“, erklärte er die Vorgehensweise der Experten. Stiftungsgründer Herbert Repkow zeigte sich beeindruckt von den modernen Möglichkeiten, mit denen Tumorzellen genau identifiziert und gezielt therapiert werden. Für ihn und seine Stiftung ist es eine Herzensangelegenheit, sich für eine fortschrittliche Versorgung in der Onkologie einzusetzen. Auch Vorstandsvorsitzender Benedikt Weiling war angetan von den medizinischen Fortschritten, die die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten verbessern und dabei die Nebenwirkungen der Therapien verringern. Dr. Janina Noster-Schrader, kommissarische Direktorin für Universitäre Medizin, stellt einen weiteren Aspekt heraus: „Wenn sich Medizinstudierende frühzeitig für das Fach Onkologie begeistern, ist dies ein entscheidender Faktor für die zukünftige ärztliche Versorgung von Menschen mit onkologischen Erkrankungen.“
Des Weiteren hat die Repkow Stiftung das Angebot von zwei Yoga-Kursen ermöglicht, an denen Patientinnen des zertifizierten Brustzentrums am Klinikum Bielefeld - Mitte seit Januar 2026 kostenlos teilnehmen können. Unter der Kursleitung der Dipl. Sportwissenschaftlerin und Yogalehrerin Vanessa Duttenhöfer können sich im Jahresverlauf 60 Kursteilnehmerinnen mit wohltuender Bewegung und Entspannung Gutes tun und sich aktiv um Ihre Gesundheit kümmern. Denn wissenschaftliche Studien zeigen, dass regelmäßiges Yoga für Brustkrebspatientinnen viele positive Effekte hat. Es stärkt die körperliche Belastbarkeit, fördert das seelische Wohlbefinden und kann Nebenwirkungen der Therapie wie Übelkeit, Gelenkschmerzen, Hitzewallungen und besonders das Fatigue-Syndrom lindern.
Die „Marlies und Herbert Repkow Stiftung“ wurde von den beiden Namensgebern nach eigener Betroffenheit im Jahr 2013 gegründet, um Einrichtungen und Vereine im Kampf gegen den Krebs zu unterstützen.