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Tag der gesunden Ernährung: Autoimmunerkrankungen

Autorin: Julia Germann, Ernährungsmedizin

Mit der richtigen Ernährung Autoimmunerkrankungen positiv beeinflussen

Immer mehr Menschen leiden in Deutschland an Autoimmunerkrankungen. Derzeit leiden circa 9% der Deutschen an einer Autoimmunerkrankung. In den nächsten Jahren werden die Zahlen weiter steigen.

Autoimmunerkrankungen sind eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen richtet. Im Normalfall schützt das Immunsystem unseren Körper vor Eindringlingen und Krankheitserregern, wie Bakterien, Pilzen, Viren oder Umweltschadstoffen. Gelangen Bakterien oder Viren in den Körper, so wird im Körper ein Signal ausgelöst, dass ein fremder Stoff im Körper vorhanden ist. Daraufhin wird das Immunsystem aktiviert und bekämpft den Eindringling. Aus diesem Grund wird das Immunsystem auch als Abwehrsystem bezeichnet. Bei Autoimmunerkrankungen werden durch das Immunsystem körpereigene Zellen oder Stoffe als Fremdkörper erkannt und bekämpft. Die Fehlerkennung des Immunsystems nennt man Autoimmunerkrankung. Die genaue Ursache und Entstehung der einzelnen Autoimmunerkrankungen sind noch nicht vollständig geklärt. Bei vielen Erkrankungen besteht eine genetische Veranlagung. Vorhandene Gene bedeuten nicht immer, dass die Erkrankung auch ausbricht. Bei einigen Erkrankungen löst ein „Umweltfaktor“ erst die Entstehung der Erkrankung aus. Zu den Umweltfaktoren können Bakterien, Viren, Stresssituationen oder andere Toxine gehören. Meist können Antikörper bestimmt werden, die für die Diagnosestellung wichtig sind.

Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind:

Typ 1 Diabetes, Zöliakie, Rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Multiple Sklerose, Hashimoto- Thyreoiditis.

In vielen Fällen lassen sich der Verlauf, die Symptome und die Behandlung der Autoimmunerkrankungen positiv durch die Ernährung beeinflussen. Bei der Zöliakie bedarf es sogar einer strikt glutenfreien Ernährung, um die Erkrankung zu behandeln.

Einige Erkrankungen sprechen positiv auf eine antientzündliche Ernährung an. Mit einer antientzündlichen Ernährung können Entzündungsfaktoren reduziert und Überreaktion des Immunsystems minimiert werden. Die richtige Ernährung kann unterstützend eine wichtige Rolle in der Therapie spielen. Dabei ist eine ausgewogene und vollwertige Ernährung nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu beachten.

Das bedeutet, dass die Ernährung den individuellen Nährstoffbedarf decken und zusätzlich ausreichend Vitamine, Antioxidantien und Spurenelemente enthalten sollte. Manche Patient*innen haben bei Autoimmunerkrankungen einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen.  

Zudem ist es von herausragender Bedeutung, Übergewicht zu verhindern und das Körpergewicht hin zu einem Normalgewicht zu regulieren, da Übergewicht Entzündungen zusätzlich fördern kann.

Einige Inhaltsstoffe in der Nahrung können Einfluss auf den Entzündungsprozess nehmen.

Dazu gehören:

  1. Arachidonsäure
  2. Omega-3-Fettsäuren
  3. Zucker und Ballaststoffe
  4. Antioxidantien

Durch eine Ernährungsumstellung können Entzündungsreaktionen gelindert werden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung besteht aus Zucker in Form von Kohlenhydraten, Eiweißen (Proteinen) und Fetten. Fette haben unterschiedliche Eigenschaften und können somit Einfluss auf das Entzündungsgeschehen nehmen. Es wird zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden. Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in Butter, Butterschmalz, Kokosfett und Sahne (u.v.m.) enthalten. Die ungesättigten Fettsäuren werden nochmals unterschieden in einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren lassen sich in tierischem Fett wie Milch, Fleisch und Wurstwaren wiederfinden. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen die Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren.

Arachidonsäure

Arachidonsäure wird der Untergruppe der Omega-6-Fettsäuren zugeordnet. Sie lässt sich hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln wiederfinden. Die Aufgabe der Arachidonsäure im Körper ist die Bildung von Botenstoffen für das Entzündungsgeschehen. Die Arachidonsäure ist Bestandteil von Zellmembranen und sorgt hierfür nebenbei für die Elastizität. Zusätzlich hilft sie beim Transport von Sauerstoff in der Lunge und spielt eine Rolle in der Immunabwehr und bei der Wundheilung.

Bei einem Überschuss an Arachidonsäure im Körper werden entzündungsfördernde Botenstoffe, sogenannte Entzündungsvermittler, gebildet. Folglich kann es sinnvoll sein, die Menge an über die Nahrung aufgenommener Arachidonsäure zu reduzieren. Empfohlen wird eine maximale Zufuhr von 50mg pro Tag. Arachidonsäure lässt sich in folgenden Lebensmitteln wiederfinden: Fleisch, Wurst, Eier, Käse, Fisch, und Milchprodukte.

Sonnenblumenöl, Distelöl und Maiskeimöl enthalten viele Omega-6-Fettsäuren aus Arachidonsäure. Besser eignen sich Raps- oder Olivenöl.

Omega-3-Fettsäuren

Ebenfalls wie die Arachidonsäure gehören auch die Omega-3-Fettsäuren zu den mehrfach ungesättigten Fetten. Ein großer Unterschied zwischen diesen beiden Untergruppen liegt jedoch in der Entzündungsaktivität. Omega-3-Fettsäuren hemmen die Bildung der Entzündungsvermittler und verdrängen die entzündungsfördernde Arachidonsäure aus dem Gewebe. Der Körper ist insbesondere auf die Fettsäuren alpha-Linolensäure (ALA), DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) angewiesen.

Da der Körper keine Omega-3-Fettsäuren selbst herstellen kann, müssen diese unbedingt mit der Nahrung zugeführt werden.

Folgende Lebensmittel enthalten viele Omega-3-Fettsäuren:

  • Fettreicher Kaltwasserfisch (Thunfisch, Hering, Makrele, Lachs, Sardinen, Sprotten)
  • Raps-, Hanf-, Soja- und Leinöl
  • Algen
  • Leinsamen, Walnüsse, Mandeln
  • Soja

Falls kein Fettfisch gegessen wird, ist eine Nahrungsergänzung mit Fisch- oder Algenöl sinnvoll.

Zucker und Ballaststoffe

Zucker in Form von Traubenzucker ist der Grundbaustein aller Kohlenhydrate. Er versorgt den Körper mit Energie. Wird zu viel davon aufgenommen, wird der überschüssige Zucker in Form von Fett gespeichert. Entsteht durch die Speicherung Bauchfett, so ist dieses besonders ungünstig, denn im Bauchfett werden vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe gebildet. Folglich kann vermehrtes Bauchfett zu einer erhöhten Entzündungsaktivität beitragen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Übergewicht zu reduzieren, um die Behandlung der Autoimmunerkrankung positiv zu beeinflussen.

Zusätzlich können durch einen hohen Konsum von Zucker oder Weißmehlprodukten weitere Entzündungsfaktoren im Körper gefördert werden, was zu einer Bildung oder Verschlechterung einer Autoimmunerkrankung führen kann.

Deshalb ist es zu empfehlen, den Zuckerkonsum zu reduzieren und andere Getreideprodukte als Vollkornvariante zu wählen, denn sie enthalten viele Ballaststoffe. Ballaststoffe kommen ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreideprodukten (Brot, Haferflocken), Obst und Gemüse oder Hülsenfrüchten (Linsen oder Bohnen) vor. Die tägliche empfohlene Verzehrmenge liegt bei 30g. Zum einen binden Ballaststoffe große Mengen an Wasser und dienen den im Dickdarm lebenden Bakterien als Nahrungsquelle. Dadurch entstehen entzündungshemmende Stoffe, die Entzündungen reduzieren. Dadurch sind Ballaststoffe in der Ernährung besonders wichtig.

Beim Verzehr von Ballaststoffen ist unbedingt auf eine ausreichende Trinkmenge, in der Regel 2 Liter am Tag, zu achten, da es sonst zu Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen kommen kann. Besonders eignen sich Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßter Kräuter- und Früchtetee.

Bei Getreideprodukten (Brot, Haferflocken, Nudeln, Reis) eignet sich besonders für eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung die Vollkornvariante. Durch die Verwendung des vollen Korns bei der Verarbeitung ist der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen deutlich höher.

Besonders wichtig für eine ballaststoffreiche Ernährung sind der Verzehr von Gemüse und Obst. Ein Großteil der Ernährung sollte durch Gemüse gedeckt werden. So werden 3 Portionen Gemüse am Tag empfohlen. Dies entsprechen circa 400g. Dabei ist die Zubereitungsart weniger entscheidend, jedoch sollten saisonale und ggf. regionale Produkte bevorzugt werden.


Antioxidantien

Antioxidantien schützen den Körper vor „freien Radikalen“. Freie Radikale sind beispielsweise Stoffe, die sehr schnell reagieren. Folglich schädigen sie andere Gewebe (oxidativer Stress) und führen zu Entzündungen. Radikale können auf zwei unterschiedliche Arten entstehen. Zum einen durch Stoffwechselvorgänge im Körper, zum anderen durch schädliche Einflüsse von außen wie Zigarettenkonsum, Alkohol, Umweltgifte oder UV-Strahlungen der Sonne. Antioxidantien binden diese freien Radikale (Radikalfänger), sodass diese nicht mehr so schnell reagieren können, und wehren Entzündungsprozesse ab.

Zu den Antioxidantien zählen Vitamin C, E und die Carotinoide, sowie die Spurenelemente Zink und Selen.

  • Folglich essen Sie täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst.
  • Um möglichst viele Vitamine beim Kochen zu erhalten, achten Sie auf eine schonende Zubereitung.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich die Arachidonsäure nicht komplett aus der Ernährung verbannen lässt. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf ein gutes Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren zu achten. Dieses sollte maximal bei 5:1 liegen, im besten Fall bei 3:1.

Eine ausgewogene Ernährung, reich an Gemüse und Ballaststoffen, kann sich positiv auf die Autoimmunerkrankung auswirken.

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