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von Laura Bernard
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Hilfsmittel bleiben am Patienten: Klinikum Halle setzt Aufbewahrung für mehr Patientensicherheit ein

Christoph Hübner, Leitung der Intensivstation am Klinikum Halle (Westf.) und Janina Gehring präsentieren die Hilfsmittel-Box am Patientenbett.

Halle (Westf.). Brille, Hörgerät und Zahnprothese gehören für viele Patientinnen und Patienten ganz selbstverständlich zum Alltag und können auch nach einer Operation eine wichtige Rolle für Orientierung und Sicherheit spielen. Das Klinikum Halle (Westf.) führt deshalb die sogenannten ELI-Patientenboxen als Pilotprojekt auf der Intensivstation und der Allgemeinchirurgie ein.  

Die Idee dahinter ist einfach: Bis zur Einschleusung in den Operationsbereich können Patientinnen und Patienten ihre persönlichen Hilfsmittel behalten. Erst unmittelbar vor dem Eingriff werden Brille, Hörgeräte und Zahnprothese in der Box sicher verwahrt. Im Aufwachraum können die Hilfsmittel anschließend schnell wieder zur Verfügung gestellt werden.

Hilfsmittel sicher und griffbereit am Patienten

Die ELI-Patientenbox besteht aus einer stabilen Box und einem Einmalblister mit vorgefertigten Formen für die verschiedenen Hilfsmitteln. Brille, Hörgeräte und Zahnprothese werden jeweils passend in den dafür vorgesehenen Aussparungen abgelegt. Der Blister wird nach jedem Patienten entsorgt und damit hygienisch sicher ersetzt.

„Gerade nach einer Narkose können Patientinnen und Patienten zeitweise orientierungslos oder desorientiert sein. Wenn Brille und Hörgeräte schnell wieder zur Verfügung stehen, können sie dabei helfen, die Umgebung und die behandelnden Personen besser wahrzunehmen und somit ein Delir verhindern“, erklärt Christoph Hübner, Leitung der Intensivstation am Klinikum Halle (Westf.).

Beitrag zur Delirprophylaxe

Ein postoperatives Delir kann insbesondere bei älteren und schwer erkrankten Patientinnen und Patienten auftreten. Dabei kommt es unter anderem zu einer akuten Verwirrtheit und Desorientierung. Eine möglichst gute Orientierung nach einem operativen Eingriff kann ein wichtiger Bestandteil der Delirprophylaxe sein. Das Klinikum Halle (Westf.) möchte mit der Einführung der ELI-Boxen nun eigene Erfahrungen sammeln und den Ablauf im Rahmen eines Pilotprojekts evaluieren. Die ELI-Boxen werden dabei sowohl auf der Intensivstation (Station 1) als auch auf der Allgemeinchirurgie (Station 4) eingesetzt.

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